Badtrends und Ausstattungsideen

Kaum angekommen im neuen Jahr und schon wieder auf und davon schweben? Mit der Relaxmethode Floating ist das kein Problem. Nach einstündiger Schwerelosigkeit im wohlig-warmen Salzwasser fühlen sich angestrengter Geist und steifes Kreuz wieder tief entspannt und beweglich an. Das sagen Floating-Fans, wenn sie der Sole entstiegen sind.

Floating, weiß Jens J. Wischmann, Geschäftsführer bei der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS), ist eine in den 50er-Jahren entwickelte und nun erneut auflebende Form des Badens. Quer durch Deutschland, ob von Rügen bis Rosenheim oder von Dresden bis Dortmund, wird die Entspannungstechnik in Kureinrichtungen, Wellnesshotels oder eigens dafür eingerichteten „Bases“ angeboten. Noch komfortabler und bequemer sei es, dem Körper zu Hause eine Auszeit zu gönnen. Floating beispielsweise lasse sich wie viele andere Wellnessanwendungen durchaus im eigenen Badezimmer praktizieren.

Vor allem bei Wannen, erklärt Wischmann, haben die Sanitärmarkenhersteller in der Vergangenheit viele neue Produkte entwickelt. Aus dem einst schmalen Badebottich sind Floatwannen mit geradliniger Innenform geworden, in denen man sich mit eigens dafür entwickelten Kopfstützen oder -kissen völlig ausgestreckt treiben lassen kann. In geräumigen Ein- oder Zweisitzermodellen mit wohltuenden Whirlfunktionen werden Herz, Seele und bei einer Unterwassermassage die Muskeln fein verwöhnt.

Mit Volldampf zu Wohlbefinden

Auch der Duschgang kann mit verhältnismäßig geringen Investitionen zum täglichen Wohlfühlerlebnis werden. Man muss lediglich den alten Duschkopf gegen eine mehrstrahlige Massagebrause oder ein nachrüstbares Aufputz-Duschpaneel, das mit Kopf-, Hand- und Seitenbrause verwöhnt, austauschen. Dann ist selbst im kältesten Winter warmer Mairegen garantiert. Etwas teurer kommt der Einbau einer Dampfdusche, in der sich heilsam schwitzen lässt. Während in der Sauna trockene Luft herrscht, liegt die Luftfeuchtigkeit im Dampfbad bei fast 100 Prozent. Die relativ niedrigen Temperaturen zwischen 40 und 50 Grad Celsius überlasten den Kreislauf nicht und reichen dennoch, um die Muskulatur zu entkrampfen. Zugleich reinigt und pflegt mikrofeiner Nebel die Haut und beugt speziell in der nasskalten Jahreszeit Erkältungen vor.

Für eine vollwertige Dusche zum täglichen Gebrauch bieten Dampfduschen eine übergroße Kopf- sowie verschiedene Seitenbrausen. Der Dampf wird über einen Generator erzeugt und tritt je nach Ausführung bzw. Bedarf mit Emulsionen und Aromen angereichert durch die Dampfdüsen ins Freie. Wer mag, kann sich, während die Haut versorgt oder der Husten gelindert wird, von einer Licht- und/oder Klangtherapie begleiten lassen. Die Möglichkeiten der Zusatzausstattungen sind vielfältig und wie immer auch eine Frage des Budgets.

Ungeteiltes Vergnügen

Was die Größe von Dampfduschen betrifft, sind nach oben ebenfalls keine Grenzen gesetzt. Je nach räumlichen Gegebenheiten, erklärt Andrea Wirges-Klein, bieten sich geschlossene „Vor-der-Wand“-Einheiten mit integrierten Sitzen aus temperaturfestem Material an. Die kleinste Variante dieser Serienmodelle benötigt nicht mehr als einen Quadratmeter Grundfläche. Darüber hinaus gibt es Hersteller, die sich auf die Entwicklung und den Bau von maßgeschneiderten Dampfbädern spezialisiert haben, so die Bonner Architektin.

Eine Alternative zu den geschlossenen Systemen sind mit Dampfdüse und hochwertigen Armaturen bestückte Dampfpaneele. Mit ihnen lässt sich die ungenutzte Abstellkammer oder ein anderer Raum nahe dem Bad zum privaten Gesundheitsbrunnen umwandeln. Diesen hat man dann ganz für sich allein und muss ihn nicht wie in einer öffentlichen Sauna oder einem Spa Hotel mit Wildfremden teilen.
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